Wie produzieren wir?

Warum Frisch mit Fidelis?

Eine naturbelassene und artgerechte Ernährung mit Futter aus hochwertigen und unbehandelten Rohstoffen und einer hohen Vitalstoffdichte ist der beste Garant für ein langes und gesundes Leben. Das gilt für jedes Lebewesen und damit natürlich auch für unsere Hunde.

Um auf künstliche Vitamine im Futter verzichten zu können verarbeiten wir nur marktfrisches Fleisch, Innereien, Gemüse, Früchte, natürliche Mineralien und hochwertige Öle. Alle Nährstoffe kommen direkt aus den Ursprungszutaten und sind deswegen viel besser für den Hund bioverfügbar als Nährstoffe aus künstlichen Vitaminen. Durch die abwechselnde Fütterung unserer verschiedenen Menüs bekommt der Hund alle lebenswichtigen Nährstoffe, die er für ein langes und gesundes Hundeleben braucht. Das Besondere an dem Fidelis Konzept ist, dass wir das Fleisch in unseren Frische Menüs nur kurz schonend kochen um alle Keime abzutöten, das Gemüse nur schonend kurz blanchieren und alle anderen wertvollen Zutaten wie Früchte und Mineralien sowie wertvolle Öle erst danach zum Futter hinzugeben. So bleiben alle Nährstoffe aus den Zutaten optimal erhalten. Das Ergebnis ist ein wie selbst gekochtes, gesundes und schmackhaftes Hundefutter, mit einer hohen Vitalstoffdichte, einer hohen Akzeptanz und einer extrem hohen Verdaulichkeit.

Da wir auf jegliche haltbarkeitsverlängernde Maßnahmen wie Sterilisation oder Zugabe von Konservierungsstoffen verzichten, muss das frische Futter gekühlt gelagert werden. Wie jedes andere frische Lebensmittel auch.

Was unterscheidet unsere Produktion von anderen Verfahren:

Extrudiertes Trockenfutter

Die Herstellung von Hundefutter durch Extrusion ist das gängigste Verfahren. 90% aller Hundefutter sind durch Extrusion hergestellt. Egel welche Zutaten auf der Verpackung stehen, Bio, Freiland, Vegan oder Insekt alles wird bei der Extrusion zuerst zu einer Art Teig gemischt, durchgeknetet und dann mit hohem Druck und hohen Temperaturen durch eine Düse gepresst und in die gewünschte Pelletform gebracht. Die Extrusion ist die kostengünstigste Art der Hundefutterherstellung, da in kurzer Zeit große Mengen hergestellt werden können.

Bei der Extrusion müssen zwingend für den Hund schlecht verdauliche Rohstoffe wie Kohlenhydratreste, Stärke und Tiermehle verarbeitet werden. Denn nur diese führen zu einer härtbaren Masse, die unter dem hohen Druck und Temperatur ein Extrudat entstehen lässt. Moderne Extrusionsverfahren erlauben einen Zusatz von maximal 30% frischen Rohstoffen. Eine Extrusion von ausschließlich frischen Zutaten ist nicht möglich, da diese sich nicht verkleben lassen würden. Das Ausgangsprodukt sind dann braune Brocken, die nach nichts schmecken und kaum Nährstoffe enthalten. Fette als Geschmacksstoffe und künstliche Vitamine werden nach der Produktion auf die Brocken aufgesprüht.

Die häufige Folge einer Fütterung mit Extrusions-Trockenfutter können Allergien, schlechte Verdauung, ein intensiver Geruch des Felles und häufig alle möglichen dadurch ausgelösten Krankheiten sein.

Dosenfutter

Frisch aus der Dose, B.A.R.F aus der Dose, Biozutaten und viele andere Marketingslogans lassen uns glauben einen Hund gesund und artgerecht ernähren zu können. Futter aus der Dose ist ungemein praktisch, aber nicht unbedenklich: Hundefutter in Dosen wird durch Sterilisation bei hohen Temperaturen und sehr hohem Druck haltbar gemacht. Hitze- und Druckempfindliche Nährstoffe (wie zB Vitamin C) werden durch die Behandlung deutlich reduziert und müssen künstlich zugesetzt werden. Nährstoffe aus den Ursprungszutaten sind meistens nur noch in geringen Mengen enthalten. Ein noch größeres Problem sind jedoch die Dosen selber.

Dosen bestehen vor allem aus den Blecharten Aluminium oder Weißblech (dünnes Stahlblech mit chrom- oder zinnhaltiger Beschichtung). Durch die im Hundefutter enthaltene Säure können sich Metallbestandteile herauslösen, die sich dann im Futter wiederfinden. Der Industrie ist das Problem bekannt, deswegen werden Dosen oft mit Epoxid-Kunststoff beschichtet. Das Problem der Dosenauskleidung ist jedoch, dass die meisten Innenbeschichtungen BPA enthalten. Allen voran bei der Sterilisation der Dosen kann dieser Schadstoff auf den Inhalt übergehen. Insbesondere dann, wenn das Hundefutter fett- oder säurereich ist. Aktuell gibt es leider nur wenige Alternativen für BPA haltige Dosenauskleidungen. Dabei spielen Polyester und Phenolharz eine Rolle. Allerdings können sich auch aus den neuen Auskleidungen Partikel lösen.

Der häufige Verzehr von mit BPA belasteten Konserven, die eine östrogenartige Wirkung entfalten, wird mit einem erhöhten Risiko für zahlreiche Erkrankungen in Zusammenhang gebracht. Dazu zählen u.a. Diabetes, Hypertonie (Bluthochdruck) und Brust- und Hodenkrebs. Gleiches gilt für Herz- und Kreislauferkrankungen, Übergewicht und Funktionsstörungen des Immunsystems. Das gilt für Menschen genauso wie für unsere Hunde.

Barf

Barf, also biologisch artgerechte Fütterung hat viele Vorteile, das Futter ist frisch und natürlich, hat eine hohe Akzeptanz und ist gesund durch seine hohe Vitalstoffdichte und seine hohen Verdaulichkeit. Leider hat Barf einen entscheidenden Nachteil: Das Fleisch, die Innereien und Knochen sind sehr oft mit fakultativ pathogenen Keimen belastet, also krankmachende Bakterien wie z.B. Enterobakterien, Salmonellen, Clostridien, Campylobacter, Listerien und Yersinien. Vor allem dadurch auftretende Dysbiosen begünstigen eine Verschiebungen der Darmflora, die sich dann z.B. in Blähungen, Juckreiz und Hautproblemen bemerkbar macht.

Aber auch die Erreger der Tuberkulose darf man nicht vergessen, an denen Hunde erkranken können. Da in Süddeutschland und Österreich wieder Tuberkulosefälle bei Rindern und Hirschen aufgetreten sind, kann diese Erkrankung an Bedeutung gewinnen. Keine Beachtung fanden bisher multiresistente Bakterien, die vor allem in Hühnerfleisch vorkommen sollen. Können diese resistenten Bakterien auf Hund und Mensch übertragen werden? Können sich Weidetiere durch den Hundekot auf Weiden infizieren? Diese Fragen lassen sich bisher bei der Rohfütterung nicht abschließend beantworten.

Ein weiterer Nachteil der BARF Fütterung sind die fleischlastigen und kohlenhydratarmen Rationen. Sie enthalten teilweise mehr als den doppelten Proteinbedarf. Dies führt zu einer erhöhten Belastung von Leber und Nieren, was sich in erhöhten Harnstoffgehalten in Blut und Urin äußert. Enthält die Ration vor allem bindegewebsreiche Produkte, können Dysbiosen im Darm entstehen, die sich in weicher Kotkonsistenz oder Durchfall äußern. Barfen ist letztlich für Hunde mit Leber- oder Nierenerkrankungen, aber auch mit nicht allergisch bedingten Darmerkrankungen wegen der hohen Protein- und Bindegewebsanteile nicht wirklich geeignet. Wenn Hunde mit Schwangeren, Kindern oder immunsupprimierten Personen zusammen leben, ist von einer Rohfütterung grundsätzlich abzuraten.

Nicht nur Fleisch!

Selbstverständlich wollen wir eine positive Zukunft für uns und unsere Kinder, mit einer sauberen Umwelt, einer nachhaltigen Produktion und möglichst wenig Klimawandel. Wir wissen, dass gerade die Fleischproduktion mit einem hohen Flächenverbrauch und einer damit verbundenen Zerstörung von natürlichen Lebensräumen, vor allem für den Anbau von Futtermitteln, einem hohen Wasserbedarf, Wasserverschmutzung, und hohen Emissionen von Treibhausgasen (CO2) einhergeht.

Aber natürlich möchten wir unsere Hunde auch artgerecht und gesund ernähren, mit lebenswichtigen Aminosäuren und Vitaminen und dazu ist Fleisch für die Hundeernährung einfach unverzichtbar.

Da uns dieser Interessenskonflikt bewusst ist, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir diesen Konflikt entschärfen können und haben uns deswegen eingehend mit der Entwicklung von neuen Produkten beschäftigt, die gesund sind und KEIN Fleisch enthalten. Genau hier glauben wir unseren Beitrag leisten zu können.

Grundsätzlich ist ein Hund in der Lage, die im Fleisch enthaltenen Nährstoffe auch aus anderen entsprechenden Rohstoffen zu gewinnen. Linsen, Erbsen oder auch Insekten sind hervorragende Lieferanten von hochwertigen Proteinen und auch einigen Aminosäuren.

Es genügt uns jedoch nicht aus Stärke, zermahlenen Hülsenfrüchten oder Insektenmehl Hundefutter zu produzieren, da diese verarbeiteten Ursprungszutaten eigentlich nur noch ein gering Anzahl Nährstoffen enthalten. Uns war es wichtig, genauso wie bei unseren Fleischprodukten, frisches Gemüse und frische Insektenlarven mit einer hohen Vitalstoffdichte zu verarbeiten. Die Produktion ist dann zwar deutlich aufwendiger und damit wesentlich teurer aber wir sind uns sicher der Aufwand hat sich gelohnt.

Als Resultat sind wir nun besonders stolz auf unsere im Markt einmaligen Veggie- und Insektenprodukte, vollgepackt mit lebensnotwendigen Nährstoffen, die die Umwelt schonen und mit deutlich weniger Energie als Fleischprodukte produziert werden können.

Unsere Veggie- und Insekten, Frische- und Trockenmenüs, sowie unsere Kaustreifen, sehen aus wie Fleisch, schmecken genauso lecker, bestehen aber aus reinem gesunden Gemüse, Früchten oder frischen Insektenlarven. Die Larven der schwarzen Soldatenfliege riechen lecker nussig und werden von jedem Hund gerne gefressen.

Mit unseren neuen Produkten möchten wir allen Hundeeltern die Gelegenheit geben ein, zwei, drei Tage die Woche eine fleischlose Alternative zu bieten um den Hund gesund zu ernähren UND den Fleischmassenkonsum zu senken und damit einhergehend die Umwelt zu schonen.

Ist da alles drin?

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